
Neue Pastorale Mitarbeiterin für St. Marien
Von Manuela Sehrt-Oppermann
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes wurde es feierlich und musikalisch ganz besonders.
Unser Organist Andreas Kling spielte eine außergewöhnliche Melodie an: den bekannten Rap-Hit „Gut Genug“ von KitschKrieg. Eine wunderbare Geste, denn für diesen Song gab es kein fertiges Gesangbuch-Arrangement – es war ein reines, eigens dafür erarbeitetes Instrumentalstück.
Unter dem Leitgedanken „Ich bin gut genug“ stand auch der gesamte Gottesdienst unter der Leitung von Propst Tenge in St. Marien. Nach einer kurzen Einführung des Propstes stellte sich Ewelina Mehmeti offiziell als neue Mitarbeiterin für St. Marien aus dem Pastoralen Raum vor. Sie ist von nun an sowohl für die Kirchengemeinde St. Marien als auch für den gesamten Pastoralen Raum als pastorale Mitarbeiterin tätig. Sie wird uns künftig in den Familiengottesdiensten und bei den Sternsingern unterstützen. In diesem festlichen Rahmen heißen wir Ewelina Mehmeti ganz herzlich willkommen! Ein besonderer Gruß gilt auch ihrem Mann und ihren drei Kindern, die sie an diesem Tag begleitet haben.
Ewelina Mehmeti erlaubte der Gemeinde einen ehrlichen Blick in den Spiegel, um uns allen klar zu verdeutlichen: Wir alle sind mal gestresst und mit unserem eigenen Spiegelbild nicht einverstanden. Jeder von uns kennt dieses Gefühl. Aber wir können darauf vertrauen – wer und wie wir auch sind –, dass wir von Gott angenommen werden, wenn wir es zulassen.
Im heutigen Evangelium nach Matthäus 16,13–20 ging es nach Ewelinas Katechese um Petrus. Auch Petrus, ein einfacher Fischer, war mutig, als er von Jesus am See von Genezareth berufen wurde (Matthäus 4,18–20). Aber er bekam auch Angst, als er im tiefen See im Sturm saß, ausstieg und wie Jesus über das Wasser zu laufen versuchte (Matthäus 14,30–31). Seine Selbstzweifel ließen ihn jedoch untergehen. Und in der Nacht vor der Kreuzigung gab Petrus aus Angst – und vielleicht auch aus einer Portion Selbstschutz – nach und verleugnete Jesus (Matthäus 26,75). Trotz all dieser Schwächen beruft Jesus Petrus als denjenigen, auf dessen Fels wir unsere Kirche bauen (Matthäus 16,15–19).
Anschaulich brachte uns Ewelina Mehmeti das Evangelium näher und schenkte den Kindern selbstgemalte Steine, die mit dem Spruch „Ich bin gut genug“ beschriftet waren. Die Kinder sollen diesen Stein immer zur Hand nehmen können, wenn sie sich unverstanden fühlen.
Zum Schluss des Gottesdienstes überreichten Gabriele Ruppelt und Manuela Sehrt-Oppermann einen Blumenstrauß. Zudem erhielt Ewelina Mehmeti ihre Schlüssel, begleitet von einem Bild und einem ganz besonderen Schlüsselanhänger.
Ewelina Mehmeti:
Das Gefühl von Stress und Überforderung gehört zu unserem Alltag. Genau diese menschliche Schwäche spiegelte sich im Evangelium in der Figur des Petrus wider, der im Sturm vor Angst versank. Doch die Botschaft des Gottesdienstes und des Rap-Songs setzt genau hier an: Wir müssen nicht perfekt sein, um Großes zu bewirken. Gott nimmt den gestressten und zweifelnden Menschen an und baut darauf seine Kirche. Für uns alle gilt im Alltag und im Glauben: „Ich bin gut genug.“