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Eine Kerze im Wandel

Von Manuela Sehrt-Oppermann

Von unbeschwerten Momenten und Realität des Krieges.

Kreativer Treffpunkt beim Niedersachsen-Tag

Jeder von uns verbindet etwas mit Kerzen. Beim Niedersachsen-Tag luden wir im Pavillon unseres Pastoralen Raumes zum kreativen Kerzen-Gestalten ein. Trotz starker Regenschauer wurde der Stand von Klein und Groß gut angenommen.

Die Aktion brachte besondere Begegnungen hervor. Ein kleines Mädchen kam am Samstag extra mit seinen Eltern wieder, weil am Vortag vor lauter Trubel die Zeit zum Gestalten nicht gereicht hatte. Eine ältere Dame traute sich erst mit Zureden an den Tisch, hielt am Ende aber überglücklich ihr selbstgemachtes Werk in den Händen. Es war bereichernd zu sehen wie viel Freude diese einfache Mitmachaktion schenkte.

Wenn ein Licht zum Trigger wird

Nur wenige Tage später hatten wir eine Veranstaltung, die sich aus dem ökumenischen Friedensgebet entwickelt hat. Zu Gast waren Mitglieder der Initiative „Brücke der Hoffnung“, darunter zwei Frauen aus der Ukraine.

Beim Gemeinsamen Abendessen vorab, war der Tisch einladend mit Blumen und Kerzen gedeckt.

Noch bevor sich die Ukrainerin setzten sagte eine auf Englisch: „Oh Kerzen…“. Sie erklärte uns, Kerzen sind in ihrer Heimat kein Symbol für Gemütlichkeit. Sie bedeuten Stromausfall, Angriffe durch Raketen oder Drohnen. Auf ihrem Handy zeigte sie uns eine ukrainische Warn-App – genau in diesem Moment ploppte dort ein Live-Alarm über einen aktuellen Angriff auf.

Hoffnung in der Dunkelheit

Trotz dieser Tragik teilten die beiden Frauen eine berührende Geschichte der Hoffnung mit uns. Im Winter nutzen Sie das Licht der Kerzen mit einem einfachen Küchensieb um in den Schutzräumen Schattenspiele durchzuführen. Die Kinder sollen durch dieses einfache Spiel von den Geräuschen der Angriffe abgelenkt werden.

Für mich ist es ein Zeichen der Hoffnung – selbst in so einer unbarmherzigen Situation kann so ein Licht Trost spenden.

Es verbleibt ein tiefer Eindruck…

Diese Erlebnisse, die wir in so einem kurzen Abstand erfahren durften, haben uns gezeigt, wie vielfältig ein einfaches Licht einer Kerze wirken kann Was verbleibt, ist die Demut und Hoffnung gleichzeitig – die uns darin bestärkt, solche Aktionen immer wieder zu initiieren. Immer wieder ein Stück von Licht, von Hoffnung, den Menschen zu bringen…

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Kinder gestalten Kerzen beim Tag der Niedersachsen am Stand des "Pastoralen Raumes Braunschweig"
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Die Motive waren vielfältig...
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... oh - doch nicht nur Kinder. Auch Pater Laurentius von den Dominikanern lässt sich eine kleine kreative Phase nicht nehmen.
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Das Herz war ein beliebtes Symbol - spricht es doch von dem, was uns alle verbindet, was wir alle suchen und vom dem der christliche Glaube erzählt.
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Mitglieder der Initiative „Brücke der Hoffnung“, darunter zwei Frauen aus der Ukraine, zu Gast bei Engagierten in St. Marien.